Autor Jackson Gillis ist wieder mal dabei, die etablierte Columbo-Erfolgsformel zu variieren. Das hat er öfters gemacht, und nicht immer war es ein Volltreffer. In diesem Fall wollen zwei Killer unabhängig voneinander denselben Mann töten. Später wird einer der beiden Killer vom anderen umgebracht, und Columbo, der schon auf der richtigen Spur war, muss von vorne beginnen. Zwischendurch wird noch das alte Krimiklischee, dass der Mörder immer der Gärtner ist, abgewandelt: Hier ist der Gärtner ein weiteres Todesopfer. Dass der Zuschauer den ersten Mord an Big Fred nicht zu sehen kriegt, macht ja noch Sinn. Dass wir aber Dolores McCains zweiten Mord an Harold auch nicht sehen dürfen, raubt der Folge eine mögliche starke Szene und nimmt ihr etwas vom Potential weg. Dennoch: Hier geht's turbulent, originell und kurzweilig zu; es ist viel los, und ich gebe 7 von 9 Punkten.
@rekath16 Das Kreuzzugsgerede ist aber nötig, um den religiösen Fanatismus von Edna zu verdeutlichen, wegen welchem sie ihren Mann ausnimmt, und weshalb sie letztlich beseitigt wird, und um sie unsympathisch und den Mörder sympathisch zu machen. Die Synchro ist wirklich top, der Originalton aber auch.
Schlecht finde ich von den 69 Filmen nur 2, so dass bei meinen Top 5 von unten die Ränge 3-5 schon wieder von passablen, durchschnittlichen Folgen belegt werden.
Platz 69: Niemand stirbt zweimal (2/9)
Platz 68: Mord nach Takten (3/9)
Platz 67: Der alte Mann und der Tod (5/9)
Platz 66: Das Aschenpuzzle (5/9)
Platz 65: Tödliche Liebe (5/9)
Bei Gelegenheit werde ich es detailliert begründen :-)
Ich bewerte die Folge mit 7/9.
Ich hatte so meine Probleme mit dem ganzen Kreuzzugsgerede. Johnny Cash spielt einen recht sympathischen Mörder. Die deutsche Synchro ist sehr gut. Ein bisschen tut er mir leid, Columbo hat sich wirklich in den Fall verbissen wie ein Wolf.
Trotzdem, und ich habe mir wirklich Mühe gegeben (die Folge 2mal gesehen), der Funke wollte nicht zu 100% überspringen.
@Columbologe: Welche Folgen sind denn deine Plätze 65 bis 69 (also die schlechtesten)?
Ich war geneigt, den Film mit mangelhaft zu bewerten. Zum x-ten Male eine Diva, die hier auch wirklich nur mit größter Mühe zu ertragen ist.
Dann kam das Ende. Das hat mich ziemlich verblüfft und ich war positiv angetan. Mit flauem Bauchgefühl erinnert die Auflösung an Peter Falks eigenes Schicksal.
Eigentlich ist Ned Diamond der wahre Star der Folge. Selbstlos springt er für Grace in die Bresche. Sein Dialog mit Columbo ist äußerst sehenswert.
Trotzdem ist Tödliches Comeback zum größten Teil einfach unangenehm.
4/9
Das war damals als Kind meine erste Columbo-Folge. Grandiose Episode, tolle Idee, dem Mörder zuvorzukommen. Sehr gute Schauspieler. Schöne Aufklärung. Columbo ist gut aufgelegt.
9/9
@Lothar Ich bin kein Jurist, erst recht nicht für kalifornisches Recht, aber ich denke doch, ein Durchsuchungsbeschluss berechtigt niemanden zum Umgraben des Gartens oder zum Auseinandernehmen des Hauses. Ein sicherer Platz war das unter der Vogeltränke also allemal.
Wieviel Zeit genau zwischen der Pferdevergiftung und dem Rennen vergeht, wird nicht deutlich, aber wenn man sich ansieht, wie rasch Drogen oder Schlafmittel in Folgen wie "Schreib oder stirb" oder "Zwei Leben an einem Faden" beim Menschen Wirkung zeigen, habe ich kein Problem damit, dass sie auch bei Pferden schnell volle Arbeit leisten.
Mich stört bezüglich der Asche eher etwas anderes. Columbo sagt: "Wenn Sie im Auto rauchen, tun Sie den Zigarettenstummel in den Aschenbecher, wohin sonst?" Das ist wohl kein Argument. Wie oft sehe ich Autofahrer ihren brennenden Stummel aus dem Fenster werfen!
Also, diese Episode ist in einigen Punkten nicht ganz einleuchtend, wie ich denke.
McVeigh gibt dem Pferd eine Kapsel mit irgendendeiner Substanz, die das Pferd beim Rennen langsamer laufen lässt. Merkwürdig finde ich, dass es direkt kurz vor dem Rennen war. Bei einem Pferd sollte es doch einige Zeit dauern, bis das Mittel wirkt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Pferd nur wenige Mnuten nach dem Konsum schon Schwächen zeigt und somit verliert.
Dass MyVeigh die Mordwaffe in seinem eigenem Garten vergräbt, ist naiv und dumm. Zumal er nach den ganzen Andeutungen von Columbo glauben sollte, dass er irgendwie verdächtigt wird. Columbo machte Andeutungen, bzgl. der Asche. Jemand der die gleiche Zigarettenmarke rauchte, wie er musste im Auto seines Bruder gewesen sein. Dann dass der verdächtige Unbekannte in der Bar einen Scotch mit ganz wenig Soda bestellte (genau wie er ihn selbst trinkt), dann die Mäuse im Restaurant die nur in der Gegend vorkommen, in der McVeigh seine Farm hat usw. Der Mörder sollte damit rechnen, dass er verdächtigt ist und es somit nur eine Frage der Zeit ist, dass irgendwann die Polizei mit einem Durchsuchungsbefehl auf der Matte steht. Und trotzdem vergräbt er die Mordwaffe hinter seinem Haus.
Und noch etwas ist ein "loose end", wie Columbo immer sagt:
Wenn zwei Apparate, also die von Eric und Paul, mit Wanzen abgehört wurden, warum vergleicht Columbo dann nicht das eine Tonband mit dem anderen, um festzustellen, dass der Alibi-Anruf in Pauls Sammlung fehlt, weil er eben nicht aus der Kabine aus anrief?