Interessant ist die Szene am Schluß: Montoya übergibt Columbo, der ziemlich verdutzt dreinschaut, Capa und Degen und steigt dann widerstandslos in das Polizeiauto. Noch ist keinem Zuschauer klar, wodurch er überführt wurde. Er gibt auf, weil seine Angst vor dem Stier nun für alle sichtbar war, die so beschämend war, dass er zu ihrer Geheimhaltung sogar einen Mord begangen hatte. Vielleicht war ihm auch klar dass Columbo sein Motiv durchschaut hatte.
Auch wenn die Folge nicht ganz logisch ist: allein die Idee mit dem Eisblock als Mordwaffe. Oder wie er auf der Rückfahrt nach dem Mord sein Stieleis genießt, einfach genial dekadent! Das sind die pfiffigen Szenen, die man in den neuzeitlichen Episoden oft vermisst.
Für mich macht das alles sinn. Die fotoschnipsel wurden vor dem raub an vertrauenspersonen verteilt, wird ja auch erwähnt. Und falls die Räuber nicht überleben,was ja passiert ist, gibt es so hinweise auf das versteck.
Die Folge ist kultig. Am besten gefällt mir die Szene, in der Keegan den Militärschülern neben einem Minenfeld etwas erklärt, als dieses plötzlich explodiert. Alle zucken zusammen, nur Keegan bleibt völlig cool und redet einfach weiter.
In dieser Folge, die für mich zu den Highlight-Episoden gehört, gibt es meiner Meinung einen kleinen Logikfehler. Wie kam Lisa alias Dr. Allenby, nachdem sie David erschossen hatte, aus dem Bürogebäude unbemerkt heraus? Es wird erwähnt, das man immer am Portier vorbei muss. Der hat aber niemanden gesehen!
gestern wieder gesehen, für mich eine schwache Episode
gut: wie der General versucht, Mrs Stewart anzubaggen und sie nach der ersten Abfuhr doch noch rumbekommt; die Szene, in der Columbo das tierische \"Kunstwerk\" von ihr nicht erkennt und natürlich die Frage, wo der General die Leiche versteckt hält
aber die ganze Auflösung finde ich schwach; Mrs. Stewart fällt m.E. bei der Aufklärung zu schnell \"um\" und nur die gefundene Tatwaffe als Beweis; daß der General ganz alleine die Leiche an Bord schafft, ohne gesehen zu werden (im Hintergrund sind noch Häuser und ein Hafen zu sehen)
Lustig ist die Szene, wo Columbo den Raum verlassen will, aber stattdessen den Luxus-Kleiderschrank öffnet. Denkt man darüber etwas nach, könnte man natürlich auch auf den Gedanken kommen, daß er sich nur dumm stellt und in Wirklichkeit seiner Ermittlerneugier freien Lauf lässt. Tatsächlich findet er ja dort die Golfschläger und damit einen wichtigen Hinweis (auf den Liebhaber des Opfers). Was ich etwas seltsam fand, ist die Beidhändigkeit des Mörders, sowas scheint es aber tatsächlich zu geben (wenn auch bei weit weniger als 10% der Bevölkerung). Was mich noch interessieren würde, ist das Anwesen des Medienmoguls im römischen Stil. Ich glaube mich zu erinnern, das mal in einem Bericht über den eigentlichen Besitzer gesehen zu haben, hab aber vergessen, wer das war.